Winterwunderland

Wie könnte ich meinen allerersten Beitrag besser beginnen als mit unendlicher Begeisterung und Dankbarkeit für die Welt und das Schicksal?

Zugegeben, ein bisschen merkwürdig fühlt es sich schon an, jetzt hier einfach so meine Gedanken niederzuschreiben. Mal abgesehen davon, dass es ja jetzt auch noch gar keiner lesen kann, weil ich meine Seite noch gar nicht veröffentlicht habe, bin ich mir auch überhaupt nicht sicher, ob sich überhaupt irgendjemand für mein Geschwafel interessiert.

Aber egal. Wenn du jetzt zu fällig hier gelandet bist, musst du jetzt halt hier durch…. und ein paar schöne Bilder gibt es ja zum Glück auch noch zum Gucken!

Ich liebe den Winter mit Schnee, Eis, Kälte und allem, was dazu gehört. Das habe ich wahrscheinlich von meinem Husky übernommen. Nur leider fiel der Winter in den letzten 10 Jahren allzu oft einfach nur grau und matschig aus und den einzigen Schneetag des Jahres hatten wir, wenn wir am Wochenende mal einen Kurztrip ins nicht allzu ferne aber doch häufiger schneereiche Erzgebirge machten.
Doch in diesem Jahr ist alles anders. Gedanklich hatte ich mit dem Winter schon abgeschlossen und mich meinem schneelosen Schicksal gefügt. Umso wundervoller war dann die Überraschung über den ersten Schnee.
Es scheint fast so als wollte die Welt oder das Schicksal oder wer auch immer sich ein bisschen mit mir versöhnen…

Denn wo wir dieses Jahr nicht zum Schnee fahren können, kam der Schnee dann einfach zu uns. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und auch am vergangenen Wochenende gab es nochmal eine ordentliche Ladung obendrauf. Das ganze Wochenende verbrachten wir draußen – am See, im Wald, zu Fuß, mit dem Schlitten und auf dem Pferderücken. Und dann war da dieser Morgen, der mein Fass mit Glück fast zum Überlaufen brachte — Nebel, Sonne, Schnee, Eis. Das alles zusammen.

Als wir im Morgengrauen durch den Schnee stapfen, ist alles gespenstisch still. Die blaue Stunde macht ihrem Namen alle Ehre und verwandelt die Landschaft in eine irgendwie unwirklich scheinende Szenerie. Der erste Blick auf den See übertrifft unsere Erwartungen – überall dichter Nebel. Mein Fotografenherz macht einen kleinen Sprung und ich werde ganz aufgeregt. Ja… und dann sitzen wir da, warten, was der Morgen und das Wetter uns bringen. Die eisigen – 6 Grad fühlen sich so dick eingemummelt, mit einem Tee in der Hand und der Aufregung über das spektakuläre Naturschauspiel gar nicht so eisig an.

Der Himmel färbt sich zuerst pink und blau und wirkt völlig unwirklich, dann kämpfen sich die ersten Sonnenstrahlen durch die dicke Nebelwand. Vom See aus dringen die fernen Rufe der vielen Schwäne zu uns herüber, ansonsten ist da nur die unberührte Natur und die immer intensiver werdende Sonne.
Die Schönheit dieses Morgens lässt mir den Atem stocken. Ich könnte ewig dort sitzen und beobachten…
Nur wir, die Natur, die Sonne, der Schnee… pures Glück.

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